3 Ursachen für ständig kalte Hände und Füße

Unabhängig von der Jahreszeit sind deine Hände und Füße ständig kalt? Hier ein kurzer Artikel zu drei tiefer liegenden Ursachen für kalte Hände und Füße unabhängig von der Jahreszeit.

Ich habe auch schon Erfahrungen mit kalten Händen und Füßen gemacht. Nach meinen Recherchen und Erfahrungen gibt es dafür unterschiedliche Ursachen, wie zB…

  • Schilddrüsenunterfunktion,
  • Durchblutungsstörungen oder eine
  • Mitochondrienstörung

 

1) Schilddrüse

Die Schilddrüse sagt den Mitochondrien (=Energiekraftwerke der Zellen), wie viel Energie sie verbrennen sollen, um Energie und Wärme zu erzeugen. Sie steuern also die Thermogenese, die Wärmeregulation. Für jemanden der von Grund auf schlank ist, fällt eine Schilddrüsenunterfunktion im Regelfall aus. Das heißt Jod, Tyrosin und sonstige Nahrungsergänzungsmittel, die die Schilddrüse unterstützen, werden hier nicht helfen.

 

2) Durchblutung

Durchblutungsstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Einerseits gibt es das eher seltene Raynaud Syndrom, also eine Autoimmunerkrankung, die dazu führt, dass Hände und Füße kalt werden. Daneben können aber auch freie Radikale die Blutgefäße schädigen. Solche oxidativen Schäden entstehen bei Entzündungen oder bei langanhaltenden hohen Spiegeln an Blutzucker oder Blutfetten.

Am einfachsten können Durchblutungsstörungen durch Nahrungsergänzung behoben werden, indem die Bildung von Stickstoff in den Blutgefäßen erhöht wird. Nur Stickstoff (NO) kann nämlich die glatte Muskulatur der Blutgefäße entspannen und damit die Durchblutung fördern.

Stickstoff benötigt für seine Bildung in erster Linie Arginin. Diese Aminosäure ist nämlich der limitierende Faktor (engl. rate limiting factor) für die Stickstoffsynthese. Gut zu wissen ist auch, dass die Aminosäure Citrullin noch besser in der Lage ist, den Arginin-Spiegel im Blut zu erhöhen als die Einnahme von Arginin selbst.

Neben Arginin wird auch Folat, Zink, Vitamin B2, B3, Eisen (inkl. Sauerstoff) benötigt. Ein Pflanzenstoff, der Stickstoff in den Gefäßen natürlich erhöhen kann, wäre beispielsweise Curcumin, also der Wirkstoff aus Gelbwurz/Curcuma.

Stickstoff wird hinsichtlich der Entstehung von nitrosativen Stress in der Fachwelt kontroversiell diskutiert. Bei einer chronischen Entzündung kann es nämlich zu einer sogenannten „Entkoppelung“ von Enzymen kommen. Dabei gerät Stickstoff sozusagen in die falsche Bahn. Statt in den Blutgefäßen Stickstoff zu bilden (über das Enzym eNOS), wird vermehrt vom Immunsystem Stickstoff zur Keimabwehr gebildet und werden dadurch Entzündungen gefördert (über das Enzym iNOS).

Vor allem bei Autoimmunerkrankungen, hochentzündlichen Erkrankungen oder einer generell unberechtigt (!) starken Immunreaktion, zB wenn infektiöse Fremdkeime schon längst abgetötet sind, wird daher grundsätzlich von der Gabe von Arginin abgeraten.

Dennoch: Stickstoff ist lebensnotwendig sehr sehr gesund und schützt Blutgefäße, Herz und den ganzen Körper vor Minderdurchblutung

Abschließend anzumerken ist, dass gegen oxidative Schäden der Blutgefäße (auch durch iNOS-Stickstoff) antioxidativ wirkende sekundäre Pflanzenstoffe wie OPC oder andere Polyphenole wie Rutin oder insbesondere Pinienrindenextrakt (engl. pine bark) sehr hilfreich sein können. Die darin enthaltenen Wirkstoffe sorgen dafür, dass die Fähigkeit der Blutgefäße Stickstoff überhaupt produzieren zu können, aufrechterhalten wird.

 

3) Mitochondrien

In den Mitochondrien selbst wird nicht nur Energie (ATP), sondern auch Wärme gebildet.  Für beides benötigen Mitochondrien B-Vitamine, Magnesium und antioxidative Spurenelemente wie Zink, Kupfer, Mangan sowie Sauerstoff (inkl. Eisen). Zum Transport von Energiesubstraten (Zucker und Fett) in die Zellen und zu den Mitochondrien, benötigt Zucker ausreichend vom Hormon Insulin und eine gute Insulinsensitivität der Zelle. Das heißt Insulin muss funktionieren, was es beispielsweise bei einer Insulinresistenz nicht tut. Um hingegen Fett in den Zellen verbrennen zu können, muss es von Cholin von der Leber in die Zellen transportiert werden.

 

Ich hoffe, ich konnte dir die Zusammenhänge verständlich erklären und dir Handlungsalternativen bei kalten Händen und Füßen anbieten. 

Alles Gute

Daniel

 

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